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 Schloss, Andelfingen
Das Schloss Andelfingen wurde 1613 als Landvogteisitz erbaut. 1782 abgebrochen und neu errichtet und 1832 an Baron Johann Heinrich von Sulzer-Warth verkauft. Nach dem Tod der letzten Erbin. Anna Maria von Sulzer-warch, konnte die Gemeinde Andelfingen dank einer grosszügigen Spende des Ehepaares Alfred und Eugènie Baur-Duret das Schloss samt Park als Schenkung übernehmen. Von 1925 - 1999 diente es als Altersheim. 2000 wurde Betrieb und Unterhalt aller Schlossliegenschaften samt Park der Stiftung Schloss Andelfingen übergeben. Im Schloss selbst befinden sich heute das Statthalteramt, eine Wohnung und Räume, die für Anlässe vermietet werden. Der Schlosspark ist ein einmaliges Denkmal der Gartenkultur von regionaler Bedeutung. Er wird heute seiner Bedeutung entsprechend sorgfältig gepflegt und ist der Öffentlichkeit für Erholung und Begegnung zur Verfügung. Als Begründer  des Parkes gilt der Züricherische Oberamtmann Hans Kaspar Schweizer, der von der Gemeinde einen Teil des an das Schloss angrenzenden *Gugelmentes* verlangte, um  eine *Promenade* anzulegen. Diese bildet heute das Herzstück des prächtigen Parkes. Auch die spätere Besitzerin, Anne Maria von Sulzer-Warth, hat die Parkanlage massgeblich mitgestaltet. Sie erbaute die für die Pflege nötigen Gebäude (Gewächshaus, Schopf, Orangerie) und stellte 1875 den ersten Schlossgärtner an. 1989 wurde der Park umfassend erneuert (Wege, neues Gewächshaus).
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Ein Besuch des Schlossparks lohnt sich in jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter. Selbst im Nebel tauchen immer wieder überraschende Stimmungsbilder auf.
Das Schloss und der Park blicken auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück.
Küchenkräuter bestehen nicht nur aus Schnittlauch und Petersilie. Die grosse Vielfalt ist beeindruckend. Am Besten überzeugen Sie sich davon vor Ort. Diese kleine Auswahl von Bildern und Texten soll dazu Ihren Appetit anregen.
Öde würden unsere Gärten erscheinen, wenn die Bäume und Sträucher fehlten.
Schlossgärtner in drei Jahrhunderten: 1876 wurde der erste Schlossgärtner angestellt.
Im 19. Jahrhundert war ganz dem Trend entsprechend die Freude an fremden Pflanzen auch im Schlosspark Andelfingen gross. Die ehemalige Existenz von zwei Orangerien, alte Bilder und Überlieferungen belegen dies.
Wie bei anderen Schlössern im Zürcher Weinland kommen auch in Andelfingen die Kyburger ins Spiel, denn in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde das Amt Andelfingen aus dem habsburgischen Amt Diessenhofen ausgeschieden. Das Wappen dieser Herrschaft, die Kyburger Löwen mit Stern im unteren Feld, ist zum heutigen Gemeindewappen geworden. Im Jahre 1275 zählte Andelfingen zum Dekanat Binzwangen. 1276 wurde die Kirche dem Kloster Heiligkreuztal einverleibt, das es 1281 mit den Gundelfingern Güter eintauschte und auch später weiteren Besitz erwarb, auch den der beiden Rittergeschlechter von Andelfingen, die nach Saulgau und Mengen verzogen und ihren Restbesitz dem Stift Buchau bzw. dem Kloster Salem übergaben. Ortsherr war das Kloster Heiligkreuztal. Im Zuge der Säkularisation kam Andelfingen mit Heiligkreuztal 1805 an Württemberg, 1807 zum Oberamt Riedlingen, 1938 zum Landkreis Saulgau, 1973 zum Landkreis Biberach und 1975 zur Gemeinde Langenenslingen. In Andelfingen mit heute rund 700 Einwohnern befinden sich ein größerer Holz- und Textilverarbeitungsbetrieb sowie einige Handwerksbetriebe. Die frühere landwirtschaftliche Struktur ist durch die Aufgabe der meisten landwirtschaftlichen Betriebe heute nicht mehr gegeben, sodass Andelfingen stärker Wohngemeinde geworden ist.
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Sicht vom Park auf das Pavillion Das 1854 von Baron Sulzer-Wart erstellte kleine Pavillion im Park von Schloss Andelfingen steht in der Hauptsaison zwischen Mai und September für Trauungen zur Verfügung. Für die kleine Gästeliste hat es darin genug Platz, für grössere Gesellschaften nicht. Dies wird durch die kleine Anzahl Parkplätze wiederspiegelt, die der Schlosspark mit dem Friedhof teilt. Das eher romantische Pavillion ist nicht unbeliebt, jedoch wird genug Zeit zwischen den Trauungen eingeräumt, sodass die verschiedenen Gesellschaften nicht kollidieren.
Sicht vom Park auf das Pavillion
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